Lean Project Delivery

Wäre FullerHome ein echter Bauträgerbetrieb, würde das Projekt nicht als fünf klassische Planungsphasen laufen, sondern als fünf Takte — kurze, klar abgegrenzte Stufen mit definierten Übergabekriterien, im Sinne von Lean Construction. Genehmigungen, Kosten und Termine sind von Anfang an Teil der Projektstruktur, kein später angehängtes Risiko.

Standort- & Bedarfsanalyse

Grundstück, Erschließungszugang, Abstandsflächen, Bebauungsplan-Prüfung, erste Grobkosten.

Pull-Auslöser: Grundstücksdaten

Kostenstruktur, Ansicht nach DIN 276

Das Live-Kostenmodell aus der Simulation, gruppiert wie ein deutscher Kostenplan (DIN 276) es gruppiert — reagiert auf die Typologie und das Budget der Simulationsseite.

KG 300/400 — Bauwerk (Schale, Verglasung, Fundament, Innenausbau)€43,034 · 68.4%
KG 400 — Versorgungskern (Erschließung)€4,750 · 7.5%
KG 390 — Baustelleneinrichtung (Robotereinsatz)€10,500 · 16.7%
KG 700 — Planung & Genehmigungen (8%)€4,663 · 7.4%
Gesamt€62,947

Ein reales öffentliches Budget würde einen benannten Risikopuffer (~5–8%) obendrauf — bewusst als eigene Zeile sichtbar, nicht in den Positionen versteckt (Lean-Prinzip). Nicht in der obigen Summe enthalten.

Taktplan mit sichtbarem Genehmigungspuffer

Gleiche Dauern wie die Tabelle „Simulation vs. Realität“ auf der About-Seite — der schraffierte Block ist der benannte Puffer für Behördenrückfragen und Nachreichungen, von Anfang an eingeplant.

Genehmigung & Vergabe3–12 Monate
Fundament + Erschließung3–4 Wochen
Schale (Fräsen ∥ Montage)1–2 Wochen
Hülle + Fenster1–2 Wochen
Innenausbau8–14 Wochen

Balkenlängen sind indikativ (Bereichsmittelwerte). Genehmigung und Vergabe können sich überlappen, aber keines von beiden überlappt den Bau.

Pull-Prinzip

Rückwärts von der Übergabe geplant

Die Reihenfolge wird vom gewünschten Eröffnungstermin aus rückwärts geplant — Genehmigungen und Vergabe starten früh genug, dass sie nie zum Engpass werden.

Last-Planner-System

Wöchentliche Freigabe mit PPC-Kennzahl

Jeder Takt wird Woche für Woche freigegeben; die Percent-Plan-Complete-Kennzahl macht Verzögerungen sofort sichtbar statt erst am Endtermin.

Puffermanagement

Sichtbare Puffer statt versteckter Reserven

Puffer für Genehmigungen, Wetter und Lieferketten sind eigene, benannte Blöcke — nicht still in einzelne Aufgaben eingepreist.

Taktplanung

Ein gleichmäßiger Rhythmus auf der Baustelle

Die Montage folgt festen Taktzeiten pro Schalenring, sodass Roboter, Team und Logistik gleichmäßig und planbar ausgelastet sind.

Wenn Budget oder Termin trotzdem abweichen

Überschreitungen lassen sich selten ganz vermeiden — am wenigsten bei Verfahren, die von Behörden abhängen. Gestalten lässt sich aber ein Prozess, der Abweichungen früh sichtbar macht, statt sie spät zu entschuldigen:

  1. Risikopuffer statt nachträglicher Rechnung. Puffer für Genehmigungen und Nachträge sind von Anfang an eingepreist — sie werden nicht erst „entdeckt“, wenn ein Problem auftritt.
  2. Frühwarnung über PPC und Meilenstein-Status. Verzögerungen bei Genehmigung oder Fertigung zeigen sich in den Wochenzahlen, nicht erst am geplanten Fertigstellungstermin.
  3. Strukturierte Nachträge. Mehrkosten durch Behördenauflagen oder Planänderungen werden zu dokumentierten Nachträgen mit Ursache, Kosten- und Terminwirkung.
  4. Meilenstein-basierte Zahlungen. Zahlungen sind an geprüfte Meilensteine geknüpft — Genehmigung erteilt, Schale fertig — sodass Auftraggeber und Bauunternehmen ein gemeinsames Interesse an realistischen Terminen haben.
  5. Frühe Einbindung der Behörde. Vorgespräche mit der Bauaufsicht sind der wirksamste Hebel gegen Verzögerungen in der Genehmigungsphase bei ungewöhnlichen Formen wie einer Kuppel.

Diese Simulation deckt drei einfache öffentliche Gebäudetypologien ab — reale Projekte sind selten so übersichtlich. Für komplexere Gebäude (Schulen, Krankenhäuser, Mischnutzung) liefert Meile + Stein die echte Vergabe- und Lean-Bauablauf-Berechnung.

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